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Die 50er am Neuen Palais in Potsdam, Park Sanssouci.

Unsere "50er" am Neuen Palais, Potsdam-Sanssouci.

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HUH !

Kleine Nachlese zum 4. Großwandertag „24 Stunden Potsdam-Havelland“

Schwielowsees frisch gewählte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe suchte diesmal vom zurückliegenden Wahlkampftrubel  abseits ihrer Gemeinde Entspannung, ließ aber aus der Ferne ihre besten Wünsche übermitteln. An ihrer Stelle begrüßte Wanderwartin Petra Rauschenbach vom Petzower Heimatverein die etwa 230 Wanderenthuasisten, die sich zum Start des 4. Großwandertages „24 Stunden Potsdam-Havelland“  am Morgen des 6. Oktober vor dem Caputher Schloss versammelt hatten.  Hoppe und auch Werders Beigeordneter Christian Große, der vor Jahresfrist der versammelten Wanderschaft noch hoch und heilig versprach, sich 2018 unters wandernde Volk zu mischen, jedoch am Starttag unauffindbar blieb, verpassten indes schon am Beginn einiges. Die Organisatoren hatten sich kurzerhand entschlossen, beim Countdown für den Start der einzelnen Startgruppen über 25, 50 und 100 Kilometer nicht nur einfach von 10 auf 0 herunter zählen zu lassen. Mit einer kleinen Anleihe bei Islands Fussball-Fans verlieh man dem Event den ersten Spaßhöhepunkt, bevor überhaupt ein einziger Schritt gewandert war. Einer gab den „Schlagmann“ und genauso schlagartig donnerte nach jedem 10-9-8…. ein hundertfaches Huh !!! über den Hof des altehrwürdigen Caputher Schlosses, gegen das das Heulen von Sturm „Xavier“ vom vorigen Jahr nur ein laues Lüftchen gewesen schien. Derart körperlich, seelisch und moralisch gestärkt und mit einem Grinsefaktor von 99% ausgestattet, zogen die wandernden Gesellinnen und Gesellen schließlich um 9 Uhr vom Schlosshof. Kastellanin Petra Reichelt erleichtert und in der Gewissheit hinterlassend, dass alle Ziegel auf dem Dach ihres Refugiums geblieben waren. War eben doch etwas sensibler als bei „Xavier“.

Offenbar hatte sich die wilde Entschlossenheit der Wandergemeinde schon 2017 bis in die Wetterzentrale zu Petrus herumgesprochen und so zeigte der Gute sich dieses Mal von seiner Schokoladenseite, packte Sonnenschein en gros aus, garnierte den mit reichlichen 20er Temperaturen und ließ selbst in der Nacht bei 16 bis 18 Grad die Stirnlampenjünger in den Pausen eher zum Wasser als zum warmen Tee greifen. Irgendwer hatte zudem auf der 100-Kilometerstrecke morgens zwischen 4 und 5 ein Gespenst durch Resau (den Gespensterort !) gescheucht, welches aber mehr Wohlwollen denn Schrecken verbreitete. Und selbst die obligatorische, kultige Seefahrt für alle mit dem Dampfer war diesmal lustig wie noch nie (warum, das wissen nur die Eingeweihten).

Alles in allem wieder eine gelungene Veranstaltung, die vom Anfang bis zum Ende von der guten Laune aller Teilnehmer lebte. Kein Wunder, war doch auch diesmal wieder für alles gesorgt: Gute, erlebnisreiche Strecken, mit viel Liebe zur Heimat, zur Kulturlandschaft, organisiert, ausreichend Verpflegungspunkte, an denen es schmackhaftes Essen gab, versierte Wanderführer, ein Rundum-Service der vielen Ehrenamtler, bis zum Rückholshuttle, wenn es dann wirklich mal nicht mehr ging. Im märkischen Wald geblieben ist auch diesmal keiner, selbst bei der Wolfsdichte hier. Naja, und wenn Wolf, dann „Huh !“

Ick bin der Wietkieker !

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